Sonntag, 21. November 2010

FORUM LITERATUR # 36: Der Tod in der Kinder- und Jugendliteratur


(William Blake: The Number of the Beast is 666. Abb. Wikipedia)


Eine Folge von Forum Literatur zur Kinder- und Jugendliteratur. Den Monat November nehmen wir zum Anlass, um uns über den Tod zu unterhalten, v.a. über die verschiedenen Arten, wie dieses Prinzip, das unser ganzes Leben bestimmt, in Kinder- und Jugendbüchern dargestellt wird. Nach einer allgemeinen Einleitung, die uns Margot Schwienbacher vorträgt, besprechen wir drei ausgewählte Buchbeispiele. Und zum Schluss gibt es eine kleine Liste mit Sachbüchern, die sich gut als Weihnachtsgeschenke eignen (nicht zuletzt für Jungs und ihre Väter). Die Liste mit Kinder- und Jugendbüchern zum Thema Tod "Und deine Nähe spüre ich noch" können Sie beziehen, wenn Sie die STUBE (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) in Wien kontaktieren. Und hier die Liste aller Bücher, die wir in der Sendung besprechen.

Thema Tod in der Kinder- und Jugendliteratur

Lindgren, Astrid: Die Brüder Löwenherz
Oetinger Verlag

Fried, Amelie / Gleich, Jacky: Hat Opa einen Anzug an?
Hanser Verlag


Stalfelt, Pernilla: Und was kommt dann? Das Kinderbuch vom Tod
Hier kann man schon mal im Bilderbuch blättern

Schulz, Hermann / Krejtschi, Tobias: Die schlaue Mama Sambona
Peter Hammer Verlag

Leavitt, Martine: Keturah. Gefährtin des Todes
Hanser Verlag

Erlbruch, Wolf: Ente, Tod und Tulpe
Kunstmann Verlag


Sachbücher für Weihnachten:

Lipkowitz, Daniel: Das Lego-Buch
Dorling Kindersley

Malone, Robert: Roboter
Dorling Kindersley

Nielsen, Maja: Reihe Abenteuer & Wissen:
Gerstenberg Verlag

Oetinger Verlag

Gerstenberg Verlag

Bsss. Die ganze Welt der Insekten
Dorling Kindersley

Blubb. Leben unter Wasser
Dorling Kindersley

Piep. Die ganze Welt der Vögel
Dorling Kindersley









Montag, 15. November 2010

FORUM LITERATUR # 35: Erika Wimmer: "Die dunklen Ränder der Jahre"



In dieser Folge unterhalten wir uns mit der in Bozen geborenen Autorin Erika Wimmer über ihren 2009 im Folio-Verlag erschienenen Roman "Die dunklen Ränder der Jahre". Es ist die Geschichte von Jean-Luc Cornu, der in Frankreich sein Leben führt, geruhsam und doch erfolgreich, an der Oberfläche aber nur. Denn Cornu lebt eine Lüge. Er stammt eigentlich aus Österreich, von wo er während des 2. Weltkriegs geflohen ist. Und seither verfolgt ihn Österreich, innen und außen. Theresa ist seine Tochter. Sie sucht schon ihr Leben lang nach dem geheimnisvollen Vater, der in ihrem Bewusstsein bereits eine Reihe von Rollen durchlaufen hat. Schließlich ist es ihr gelungen, Cornu als ihren Vater zu identifizieren und aufzuspüren. Der Roman spielt an einem heißen Tag in Montpellier: Theresa bereitet sich auf die ersehnte Begegnung mit ihrem Vater vor, Cornu sucht hysterisch eine Möglichkeit, vor der Frau aus Österreich zu fliehen, von der er glaubt, dass sie seine Vergangenheit kennt und ihn also verhaften lassen wird ...


Weitere Themen des Gesprächs sind das für die Literatur zerstörerische Tempo des Buchmarkts und - sehr interessant - die wirtschaftliche Situation der Autorinnen und Autoren in Österreich. Frau Wimmer hat in ihrer Funktion als Regionaldelegierte der Grazer Autoren ein Papier erarbeitet, das sich mit eben diesem Thema auseinander setzt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind, so sagt sie, bestürzend.











Freitag, 12. November 2010

THEMA LESEN # 2: 20 Jahre Schulbibliotheksgesetz & Der Tag der Bibliotheken

In THEMA LESEN vom 09/11/2010 (ab 9.05 Uhr, mit Wiederholung am darauffolgenden Tag um 17.05) hören Sie zwei Interviews. Unsere Mitarbeiterin Margot Schwienbacher hat sich mit Markus Fritz vom Amt für Bibliotheken und Lesen unterhalten, und zwar über das Thema "20 Jahre Schulbibliotheksgesetz in Südtirol".


Markus Fritz ist stellvertretender Amtsdirektor, vielen Südtiroler Leserinnen und Lesern auch bekannt durch die musikalisch untermalten Büchervorstellungen, die er zusammen mit seiner Frau jedes Jahr organisiert. Hier finden Sie seinen Blog zur Literaturrunde.


Das zweite Interview hat unsere Mitarbeiterin mit Daniel Weger geführt, Geschäftsführer des Bibliotheksverbands Südtirol.


In diesem Gespräch geht es um den Tag der Bibliotheken, der am 23. Oktober begangen wurde (am 25. Oktober hingegen war der Tag der Schulbibliotheken, die in den Zuständigkeitsbereich von Markus Fritz fallen). Mit diesem Tag verbunden war auch ein Fotowettbewerb zu den Themen Buch und Lesen: Die Siegerfotos können Sie hier einsehen.


Außerdem bringen wir in dieser Sendung einen ausführlichen Veranstaltungsteil und verweisen dabei auf das Südtiroler Kulturinstitut, auf das JUKIBUZ, erreichbar unter jukibuz@kulturinstitut.org, sowie auf die Stadtbibliothek Meran, deren Veranstaltungsseite allerdings nicht auf dem neuesten Stand ist: Letztere veranstaltet am 23/11/2010 eine Lesung mit dem bekannten österreichischen Autor und Journalisten Daniel Glattauer. Wir verweisen auf die Internationale Buchmesse BUCH WIEN 10. Und auch, was in Schlanders und Bruneck auf dem Sektor Lesen so passiert, bleibt nicht unerwähnt. Am 15/11/2010 gibt es in Bozen eine Veranstaltung über Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur. Und noch einmal ins Pustertal: Dort findet eine Reihe von Veranstaltungen anlässlich des 75. Geburtstages von Josef Zoderer statt.
Die Musik in dieser Folge von THEMA LESEN kommt von DePhazz - "Death by Chocolate":









Freitag, 5. November 2010

FORUM LITERATUR # 34: Selma Mahlknecht - "Helena"


In dieser Folge von FORUM LITERATUR hören Sie ein Gespräch mit der Autorin Selma Mahlknecht. Wir beginnen bei ihrem Roman "Es ist nichts geschehen", der mittlerweile in schwedischer Übersetzung vorliegt. Darin wird von dunklen Ereignissen erzählt, und doch handelt es sich dabei nicht um einen Krimi - die mittlerweile etwas krimi-müden Schweden hat u.a. wohl auch diese Eigenschaft des Buches fasziniert.

Außerdem sprechen wir über Selma Mahlknechts neuen Roman "Helena" - sie begibt sich damit in die Tradition von (u.a.) Christoph Ransmayr und Christa Wolf, indem sie einen antiken Stoff neu erzählt. Helena wächst als Prinzessin von Sparta auf, umlagert von einer Reihe von Freiern (unter diesen auch Odysseus, der am Ende seiner Fährnisse seine Frau Penelope in der gleichen Situation wiederfinden wird). Sie folgt Theseus in eine vermeintliche Freiheit, wird wieder zurückgebracht nach Sparta und entscheidet sich schließlich dafür, Menelaos, den Bruder des Agamemnon, zu heiraten. Damit verquickt sich ihr Schicksal mit jenem der Atriden, der dysfunktionalen Familie der Antike schlechthin. Helena wird von Paris und Hektor entführt, es ergeht ihr übel, bis sie schließlich das Schwarze Land erreicht: Ägypten ... - Wir hoffen, das FORUM-LITERATUR-Gespräch macht Lust auf die Lektüre des Buches. Über Selma Mahlknechts weitere Umtriebe können Sie sich auf dem Laufenden halten, indem Sie ihre Website besuchen. Oder schauen Sie mal wieder bei Raetia vorbei.