Montag, 15. November 2010

FORUM LITERATUR # 35: Erika Wimmer: "Die dunklen Ränder der Jahre"



In dieser Folge unterhalten wir uns mit der in Bozen geborenen Autorin Erika Wimmer über ihren 2009 im Folio-Verlag erschienenen Roman "Die dunklen Ränder der Jahre". Es ist die Geschichte von Jean-Luc Cornu, der in Frankreich sein Leben führt, geruhsam und doch erfolgreich, an der Oberfläche aber nur. Denn Cornu lebt eine Lüge. Er stammt eigentlich aus Österreich, von wo er während des 2. Weltkriegs geflohen ist. Und seither verfolgt ihn Österreich, innen und außen. Theresa ist seine Tochter. Sie sucht schon ihr Leben lang nach dem geheimnisvollen Vater, der in ihrem Bewusstsein bereits eine Reihe von Rollen durchlaufen hat. Schließlich ist es ihr gelungen, Cornu als ihren Vater zu identifizieren und aufzuspüren. Der Roman spielt an einem heißen Tag in Montpellier: Theresa bereitet sich auf die ersehnte Begegnung mit ihrem Vater vor, Cornu sucht hysterisch eine Möglichkeit, vor der Frau aus Österreich zu fliehen, von der er glaubt, dass sie seine Vergangenheit kennt und ihn also verhaften lassen wird ...


Weitere Themen des Gesprächs sind das für die Literatur zerstörerische Tempo des Buchmarkts und - sehr interessant - die wirtschaftliche Situation der Autorinnen und Autoren in Österreich. Frau Wimmer hat in ihrer Funktion als Regionaldelegierte der Grazer Autoren ein Papier erarbeitet, das sich mit eben diesem Thema auseinander setzt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind, so sagt sie, bestürzend.











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