Samstag, 22. Januar 2011

FORUM LITERATUR # 43: Wikipedia und Buchtipps


(Wikipedia-Logo)

In dieser Ausgabe unterhalten wir uns über das Online-Lexikon Wikipedia, allseits bekannt, vielfach genutzt. Weniger Bekanntes und Hintergründiges zu diesem Wissensspender finden Sie hier.
Außerdem kommen einige freie Buchhändlerinnen und Buchhändler Südtirols zu Wort und geben Lesetipps. Zusammengestellt haben wir die erste Runde dieser Tipps hier.
Die Musik kommt heute von Heidi Pixners Album Mountain Song.


















Sonntag, 16. Januar 2011

FORUM LITERATUR # 42: Lesesucht und Lesewut



Diese Ausgabe ist praktisch eine Fortsetzung der Sendung Thema Lesen vom vergangenen Dienstag, 11.01. (Wiederholung am Mittwoch, 12.02.). Ich verweise an dieser Stelle gleich auf die Leseliste, die sich auf dem entsprechenden Blog-Eintrag befindet. Die Bücher haben wir für beide Sendungen zusammen ausgewählt.
In dieser Ausgabe sprechen wir über Lesesucht und -wut. Wir stellen Bibliophile und Bibliomanen vor (dazu ev. auch dieser Essay).
Margot Schwienbacher erzählt uns etwas von der im 18. und 19. Jahrhundert befürchteten weiblichen Lesewut, der man durch allerlei wohlgemeinte Erziehungsmaßnahmen Einhalt zu gebieten suchte. Und sie stellt uns das Buch einer sanften Bibliomanin vor, Anne Fadiman mit Namen - ihr Buch trägt den Titel Ex libris: Bekenntnisse einer Bibliomanin.

Die Musik in dieser Ausgabe stammt von ABC (abracadabra, 1991)












Freitag, 14. Januar 2011

Der Buchtipp. Südtirols freie Buchhändler empfehlen - Runde 1



Mit Anfang dieses Jahres startet eine neue Aktion im RAI-Sender Bozen - Südtirols freie Buchhändler geben im Radio Tipps aus ihrem Sortiment. Dabei wird nicht darauf geachtet, ob das Buch heute oder vor drei Jahren erschienen ist. Wichtig ist vielmehr, ob BuchhändlerIn das Gefühl hat, dieses Buch sollte eigentlich noch mehr LeserInnen haben. Ziel der Aktion ist in jedem Fall, das Buch an sich zu bewerben.
Zu hören sein werden die Buchtipps in den Kultursendungen des RAI-Senders Bozen (Kulturabend, Forum Literatur, Thema Lesen) und auch in den Vormittagssendungen (Frühstücksradio, Treffpunkt).

Paul Valtiner (Buchladen Lana) empfiehlt in Runde 1:

Melinda Nadj Abonj: Tauben fliegen auf. Jung und Jung Verlag.


Dietmar Seyr (Buchhandlung Der Bücherwurm, Brixen) empfiehlt in Runde 1:

Colm Tóibín: Brooklyn. Hanser Verlag.


Hans Nöckler (Buchladen am Rienztor, Bruneck) empfiehlt in Runde 1:

Philip Roth: Empörung. Hanser Verlag.


Waltraud Waibl (Buchhandlung Europa, Bozen) empfiehlt in Runde 1:

Maria Barbal: Wie ein Stein im Geröll. Diana Verlag.



János Székely: Die Verlockung. Btb Verlag.


Julia Franck: Die Mittagsfrau. Fischer Verlag.










Dienstag, 11. Januar 2011

THEMA LESEN # 3: Lesen als Tätigkeit


(Wandmalerei in Pompej. Bild: Wikipedia)

Lesen ist mit ungeheuer viel Ideologie befrachtet, die Fragen dazu existieren beinahe schon, seit der Mensch eine Schrift hat und sie liest: Wie liest man? Wer kann, darf, soll lesen? Wozu lesen? Was lesen? Wie viel und wie lange lesen? Sofort wird klar, dass Erziehung und Bildung hier auf den Plan gerufen werden, und in diesem Kontext erleben wir – jüngst wieder ausgelöst durch die letzten PISA-Ergebnisse – die meisten und turbulentesten Diskussionen rund ums Lesen. Demgegenüber stehen oft pauschalisierte Klagen von Seiten des Buchmarktes, das Verlagsgeschäft sei prekär, das Leseinteresse gehe mehr und mehr zurück – die Jugend, ach, die Jugend usw.
Wir möchten in dieser Sendung die ganze Angelegenheit etwas entkrampfen, indem wir übers Lesen nicht als etwas sprechen, was jeder in möglichst großem Ausmaß tun muss – v.a. Bücher – v.a. Literatur, Weltliteratur, aber auch Neuerscheinungen usw. Wir sprechen übers Lesen als eine Tätigkeit, die jeder und jede auf die ihm oder ihr angemessene Art und Weise in den eigenen Alltag einbauen kann.
Inzwischen hat sich ja z.B. herumgesprochen, dass regelmäßige moderate Bewegung die Ausdauer fördert, sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt, entspannt, durchblutet, das Immunsystem stärkt, und – nicht zuletzt – eine nachhaltige Wirkung auch fürs Alter hat. Da wir im Schnitt immer älter werden, ist es wichtig zu überlegen, wie man sich für den ausgedehnteren letzten Lebensabschnitt vorbereiten kann. Immerhin möchte man da ja immer noch gesund, aktiv und möglichst selbständig sein.
Wie gesagt – regelmäßige Bewegung, verbunden mit guter Ernährung ist dabei ein wichtiger Teil – aber was wäre ein gesunder Körper ohne ein gesundes Gehirn, das ihn steuert?
Lesen kann für das Gehirn das leisten, was der Sport für den Körper tut. Wir stützen uns dabei auf einen Artikel aus aus der Zeitschrift GEHIRN & GEIST, und zwar aus der Nummer 10 aus dem Jahr 2010.
Außerdem unterhalten wir uns über dieses Buch es französischen Literaturprofessors und Psychologen Pierre Bayard:


Auch Bayard versichert uns glaubhaft, dass man sich das mit dem Lesen durchaus so einteilen darf, dass es nicht anstrengen muss, sondern vielmehr Freude bringend und sogar kreativ sein kann.
Abschließend sprechen wir noch darüber, dass es nützliche Herangehensweisen an Bücher gibt, die helfen, Zeit zu sparen und sich nur das Benötigte herauszupicken bzw. zu merken. Voraussetzung ist immer, dass man weiß, mit welchem Lesestoff man es zu tun hat und was man sich von der Lektüre erwartet bzw. damit bezweckt. Dazu folgender Buchtipp:



Und hier noch einmal unsere Buchauswahl zum Thema:

Alberto Manguel: Geschichte des Lesens: Illustrierte Neuausgabe. S. Fischer Verlag.
Anne Fadiman: Ex Libris. SchirmerGraf Verlag.
Umberto Eco: Die Kunst des Bücherliebens. Hanser Verlag.
William Somerset Maugham: Der Büchersack. Diogenes Hörbuch.
Pierre Bayard: Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat. Antje Kunstmann Verlag. Taschenbuch bei Goldmann.
Thomas Eder u.a. (Hg.):  Seitenweise. Was das Buch ist. Edition Atelier.
Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam und was es in unseren Gehirnen bewirkt. Spektrum Akademischer Verlag.
Stanislas Dehaene: Lesen: Die größte Erfindung der Menschheit und was dabei in unseren Köpfen passiert. Albrecht Knaus Verlag.
Mortimer J. Adler & Charles van Doren: Wie man ein Buch liest. Zweitausendeins.
Günther Emlein und Wolfgang A. Kasper: Flächenlesen. Die Vielfalt der Schnell-Lesetechniken optimal nutzenl. VAK Verlags GmbH.
Sabrina Melandri: Lesende Frauen. Anmut und Verzauberung. Thiele-Verlag.
Stefan Bollmann: Frauen, die lesen, sind gefährlich. Elisabeth Sandmann Verlag.
Stefan Bollmann: Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug. Elisabeth Sandmann Verlag.






Sonntag, 9. Januar 2011

FORUM LITERATUR # 41: Dietmar Grieser, Marcel Proust und seine Mamá


In dieser Ausgabe liest Dietmar Grieser wieder ein Kapitel aus seinem "Fahrtenbuch eines Literaturtouristen". Es trägt den Titel "Die Tücken der Seniorenszene" und beschäftigt sich - nicht mit der Neugier des Publikums auf den Autor - sondern mit dem umgekehrten Interesse.

Dann wenden wir uns Monsieur Proust zu. Hier der Autor nach einem Aquarell von Ralph Bruce (1974), im Bett in seiner schalldicht isolierten Pariser Wohnung, schreibend.

Es geht uns in der Sendung aber nicht um den Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, sondern um den Briefwechsel, den Marcel Proust mit seiner Mutter geführt hat. Sie hören dazu eine Sendung, die Tatjana Schneider für den RAI-Sender Bozen gestaltet hat. Nachzulesen ist der Briefwechsel hier:


Und hier noch zwei interessante Bücher zu Proust:





Als musikalische Umrahmung haben wir Auszüge aus Lauten-Sonaten von Silvius Leopold Weiss ausgewählt, dargeboten von Imamura Yasunori. Vielen Dank an Thomas Mahlknecht, der durch bereitwilliges In-die-Bresche-Springen diesem Programm zur Vollendung verholfen hat.