Mittwoch, 13. Juli 2011

FORUM LITERATUR # 62: Sommer - und dann Schule!


Es mag noch ein wenig früh erscheinen - aber Ferien, auch Große Ferien, haben es so an sich, dass sie unglaublich schnell vorbei sind. Und dann öffnet schon wieder die Schule ihre Pforten. Es ist nicht immer leicht, damit fertig zu werden. Aber zum Glück gibt es gute Bücher, die über die eine oder andere Unannehmlichkeit hinweghelfen können. Einige davon stellen wir in dieser Ausgabe vor. Das Buch, das Margot Schwienbacher die Idee für die Gestaltung dieser Folge gegeben hat, ist dieses:


"Garmans Sommer" ist in deutscher Sprache 2009 im Hanser-Verlag erschienen. Garman erlebt noch einen Sommer, bevor er in die erste Klasse muss - mit gemischten Gefühlen sieht er diesem Einschnitt entgegen. Durch Gespräche mit seinen Eltern und drei älteren Tanten erfährt er, dass Übergänge in jeder Lebenssituation mit Ängsten verbunden sein, aber dennoch gemeistert werden können.
Außerdem stellen wir vor:


Auch Pia - Hauptperson in dieser Geschichte von Lauren Child - fürchtet sich vor dem Eintritt in die Schule und erfindet eine Menge Ausreden. Zum Glück findet ihr älterer Bruder Charlie genügend Gegenargumente. Und das Schuljahr kann beginnen ... Erschienen im Carlsen-Verlag.
Wozu Lernen und all das gut sein soll, weiß auch der Herr der Savanne noch nicht:


Erst, als ihn die Liebe trifft, beginnt er umzudenken ... Ein Buch von Martin Baltscheit.
Aus Finnland kommt ein Buch über eine ganz besondere Lehrer-Schüler-Beziehung:


Dieses Buch stellt den Auftakt zu einer mehrbändigen Reihe um Ella und ihre KlassengefährtInnen dar - eine Rasselbande, die den Lehrer oftmals zur Verzweiflung treibt, uns aber auf jeden Fall vergnügliche Vorlesestunden garantiert.
Wie der reale Alltag in Schulen auf der ganzen Welt vonstatten geht, zeigt dieser Bildband, der im Verlag Frederking & Thaler erschienen ist:


Möglicherweise gibt es einige unter uns, die die Schulzeit nicht immer oder ganz wenig nur genossen haben. Vielleicht hatten sie das Gefühl, nicht mitzukommen, dem Stoff nicht folgen zu können oder genau im Fadenkreuz der Lehrperson zu sitzen. All diese Sorgen kennt einer sehr gut - Daniel Pennac, Autor von beliebten Büchern wie "Wie ein Roman" , den Malaussène-Krimis und:



Wir reden über sein Buch "Schulkummer", in dem er, der ehemalige Legastheniker und Schulversager, erzählt, wie er trotzdem für sich die Welt der Bücher eroberte und später begeisterter Lehrer wurde.
Außerdem kommen folgende Verfilmungen beliebter Schul-Geschichten vor: "Der kleine Nick" und "Hanni und Nanni".








 

Freitag, 8. Juli 2011

DIE SÜDTIROLER LESERPREISE 2011 ...

... vorgestellt von Margot Schwienbacher:


Wer sich die Lektüre für die Ferientage noch nicht zusammengestellt hat, der findet vielleicht unter den Titeln zweier Leserpreise die geeigneten Bücher für den Reisekoffer.
Der Franz-Tumler-Literaturpreis ist in diesem Jahr zum dritten Mal vom Land Südtirol und verschiedenen Veranstaltern ausgeschrieben worden. Aus einer Fülle von Debütromanen hat die Jury fünf Titel ausgewählt, aus denen die Leserinnen und Leser der Südtiroler Bibliotheken ihren Favoriten küren können. Folgende Bücher stehen zur Wahl:






Am 17. September stellen sich alle Autorinnen und Autoren dem Urteil des Lesepublikums und der mehrköpfige Jury. Bei einem großen Lesemarathon im Josefhaus in Laas werden Texte präsentiert und besprochen. Wer schließlich zum Tumler-Preisträger 2011 erkoren wird, ergibt sich aus den eingesandten Stimmzetteln der Leser sowie der Mitbestimmung des Saalpublikums während der Lesungen.
Teilnehmen können alle Leserinnen und Leser der Südtiroler Bibliotheken. Informationen zum Preis gibt es unter www.tumler-literaturpreis.com oder in der Bibliothek Schlandersburg unter: 0473 / 730616



Der zweite Leserpreis dieses Sommers wendet sich an jugendliche Leser aus dem gesamten Tiroler Raum. Die beiden Länder Nord- und Südtirol veranstalten zum zweiten Mal in Folge den Jugendlesewettbewerb „Read and win“.  Hier stehen insgesamt zehn Buchtitel zur Auswahl, aus denen Jugendliche ihr Lieblingsbuch wählen können. Das Besondere daran: schon in der Vorausscheidung um die zehn Finalisten waren Jugendliche in Schulen und Leseclubs beteiligt; aus ihren Vorschlägen ermittelte eine Jury jene zehn Titel, die ins Rennen geschickt werden.
Öffentliche und Schulbibliotheken nehmen am Wettbewerb teil und stellen ihren jugendlichen Leserinnen und Lesern die Bücher zur Verfügung. Über das Internetportal www.readandwin.info ist eine Teilnahme am Wettbewerb möglich: Zu jedem gelesenen Buch soll eine kurze Bewertung abgegeben, bzw. ein paar Fragen beantwortet werden. Dadurch nehmen die Teilnehmer automatisch  an der Verlosung zahlreicher attraktiver Sachpreise teil. Auch ein besonderer Kreativpreis winkt für jene Leser, die einen alternativen Buchumschlag gestalten.
Der Jugendlesewettbewerb „Read and win“ läuft bis in den Herbst hinein und endet erst am 6. November 2011. Alle wichtigen Informationen sowie die Liste der Buchtitel finden Sie unter www.readandwin.info oder bei Frau Helga Hofmann vom Amt für Bibliotheken und Lesen unter: 0471 / 413 322
Hier die Titelliste:


THEMA LESEN: Der Deutsche Bibliothekartag 2011 in Berlin



In dieser Ausgabe von Thema Lesen hören Sie ein Gespräch mit Daniel Weger, dem Direktor des Bibliotheksverbands Südtirol. Er war mit einer Abordnung Südtiroler BibliothekarInnen vom 7. bis zum 10. Juni beim Deutschen Bibliothekartag in Berlin und stellt uns diesen Pflichttermin der Branche etwas näher vor.
Auch sie war lange Jahre in Bozen/Haslach als Bibliothekarin tätig, und darüber hinaus ist sie noch Autorin, Märchenerzählerin und Afghanistan-Aktivistin - Margret Bergmann. Sie stellt ihr neues Buch "Die Liebe erzählt von da und dort, für dich und mich" vor, das im Provinz-Verlag erschienen ist.
Und auf einen Leserpreis für Jugendliche weisen wir auch hin.





FORUM LITERATUR # 61: Margret Bergmann & Dietmar Grieser


In dieser Ausgabe verweisen wir zunächst auf zwei Leserpreise - also Preise, die an Bücher vergeben werden, welche von ihren Lesern geprüft und gekürt worden sind. Dann bringen wir ein Gespräch mit der in Bozen/Haslach lebenden Autorin, Märchenerzählerin, Bibliothekarin und Afghanistan-Aktivistin Margret Bergmann.

Margot Schwienbacher hat Margret Bergmann zu Hause besucht und für Forum Literatur ein Interview geführt. Der Anlass: Vor kurzem ist im Provinz-Verlag das neue Buch der Autorin erschienen mit dem Titel "Die Liebe erzählt von da und dort, für dich und mich".


"Die Autorin hat auf ihren weiten Reisen und in der Begegnung mit vielen Menschen sowie aus den Erfahrungen, die ihr das Leben schenkte, Erzählungen wachsen lassen, die zum Herzen sprechen, weil sie aus dem Herzen kommen. Mit ihrer feinfühligen Sprache schafft sie behutsame Schilderungen und führt ihre Leserinnen und Leser in reale und immaginäre Welten. – Das Buch enthält sechs Erzählungen aus unserem Lebensraum, sechs weitere sind in Afghanistan angesiedelt. Es gibt auch afghanische Rezepte zum Nachkochen und zu zwei Geschichten didaktische Anregungen für den Unterricht." (Quelle: Margret Bergmanns Blog). Der gesamte Erlös aus verkauften Büchern, Märchenabenden und anderen Veranstaltungen fließt in die Hilfsprojekte der Jesuiten in Afghanistan.

Eine weitere literarische Reise führt uns nach Wien. Dietmar Grieser zeigt uns wieder einmal einen renommierten Schauplatz der Weltliteratur, nämlich die durch Heimito von Doderers gleichnamigen Roman zu Ruhm gelangte Strudlhofstiege.







Samstag, 2. Juli 2011

FORUM LITERATUR # 60: Selma Mahlknecht & Veit Heinichen


Bevor wir auf den Inhalt von Folge # 60 eingehen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Sendung Forum Literatur von Juli 2011 an immer dienstags wiederholt wird, und zwar um 22.00 Uhr, nach dem Kulturabend. Es beginnt mit dieser Ausgabe, die am Dienstag, 5. Juli wiederholt wird.
Sie hören ein Gespräch mit der Südtiroler Autorin Selma Mahlknecht, wir haben in Folge # 34 über ihren Roman "Helena" berichtet. Selma Mahlknecht hat zusammen mit Herbert Rosendorfer in diesem Frühjahr den Roman "Lunarda" in der Edition Laurin der Innsbruck university press veröffentlicht.


Ein Dank ergeht an meine Kollegin Verena Amort:


Sie hat mir ihr Gespräch mit Veit Heinichen zur Verfügung gestellt, der aus Deutschland stammt, aber in Triest lebt und schreibt. Und dort ermittelt auch der Protagonist seiner Romane, der Kommissar Proteo Laurenti. Ein Buch über Macht & Sex (so verschwistert, dass sie schon beinahe "Max" ergeben), über das organisierte Verbrechen und das wertvollste Getränk der Welt - den Kaffee. "Keine Frage des Geschmacks" ist im Zsolnay-Verlag erschienen.


Die Technik für die Ausgabe hat Michele Porrino erledigt, der im Augenblick in Apulien seine Ferien verbringt (auf dem Photo steht er kurz vor der Abreise).