Donnerstag, 10. November 2011

FORUM LITERATUR # 74: Magnason, Krien, Colleselli u.v.m.


Diese Ausgabe wird wegen der Übertragung der CulUrnacht aus dem Bozner Stadttheater am Samstag, 5. November ausnahmsweise am Dienstag, 8. November in Erstausstrahlung gesendet, am Samstag, 12. November hingegen wiederholt. Wir treffen den isländischen Autor Andri Snaer Magnason.
Wir treffen ihn zweimal, einmal am Beginn der Sendung, da sprechen wir über sein Sachbuch "Traumland. Was bleibt, wenn alles verkauft ist?", erschienen im Verlag orange press. Einen zweiten Auftritt hat Magnason am Schluss der Sendung, liest er auf Englisch aus seinen BÓNUS-Gedichten vor und unternimmt mit uns eine mythologisch-poetische Reise durch die Welt eines isländischen Supermarkts. Die Geschichte der Gedichte geht so. Ende der neunziger Jahre ist Andri Snaer Magnason ein noch unbekannter Jungschriftsteller. Aber auch unbekannte Jungschriftsteller müssen essen und trinken, ergo einkaufen. Beim Einkaufen kam Magnason die Idee, Gedichte übers Einkaufen zu schreiben; und er überzeugte auch gleich den Inhaber von BÓNUS, diese Gedichte über das Einkaufen als Stapelware in den Bonus-Läden selber anzubieten. Da wurde also ein Lyrik-Bändchen mit dem Sparschwein, das einen sonst von der Einkaufstüte anlacht, im Supermarkt angepriesen – und erreichte so Rekordauflagen. Irgendwann wurde es zum gleichen Preis mit der Aufschrift »mit 33% mehr!« angeboten und fand ein Publikum, das sich bis dahin wenig für Lyrik interessiert hat – mit einer Auflage von über 10.000 bei einer Gesamtbevölkerung von 300.000 Isländern werden die Gedichte zum Massenprodukt, umgerechnet auf Deutschland wären es 2,5 Mio. verkaufte Exemplare.


Außerdem besprechen wir das neue Buch von Toni Colleselli, erschienen im Herbst 2011 im Verlag alpha beta. Es heißt "Reden. Siebzehn Sprechgeschichten aus Südtirol" und versammelt die literarisch bearbeiteten Sprachebiographien von jungen Menschen verschiedener Muttersprachen in Südtirol:


Wir stellen drei Neuerscheinungen vor, und in jeder unternehmen wir eine Reise hinter das, was vor nicht allzu langer Zeit der Eiserne Vorhang hieß. Da ist einmal das Romandebüt von Daniela Krien, erschienen im Graf Verlag. Dann die erste Prosaveröffentlichung der ungarischen Lyrikerin Krisztina Tóth, erschienen im Berlin Verlag. Und als drittes einen Roman der russisch-österreichischen Künsterlin und Autorin Julya Rabinowich ("Spaltkopf", erschienen bei Deuticke).







Margot Schwienbacher stellt in der Lese-Schatztruhe Bücher zum Thema Wald für Kinder und Jugendliche vor.













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