Samstag, 15. Dezember 2012

FORUM LITERATUR # 116: LARIXPRESS, Grimms Bilderbücher, Der Dirigent



Es gibt einen neuen Südtiroler Verlag. Er heißt LARIXPRESSlarix ist der lateinische Name für einen in Südtirol notorischen Baum, nämlich die Lärche; sie steht für die belebte und auch magische Natur, die immer wieder die Phantasie der Menschen anregt. Und das Wort press verweist auf die Druckerpresse und die gedruckten Bücher. Aber da gibt es einen wesentlichen Unterschied: Korrekturfahnen, Druckerei, Vertrieb, Auslieferung, Lagerung im Magazin – mit diesen notwendigen Stationen eines Buches in Papierform müssen sich Elena Righi und Stefan Krickl nicht befassen. Denn ihre Bücher sind rein digitales Lesefutter. LARIXPRESS gestaltet Lese-Applikationen für Kinder. Die erste hat LARIXPRESS in diesen Tagen veröffentlicht, und zwar unter dem Titel „König Laurin und sein Rosengarten“


In unserer wöchentlichen Rubrik mit Kinder- und Jugendbüchern gibt es püntlich zum Jubiläum diesmal neue Märchen-Bilderbücher. Folgende Illustration stammt von Benjamin Lacombe (erraten Sie das Märchen?).


In ihrem Roman „Der Dirigent“ (Aufbau-Verlag) erzählt die neuseeländische Autorin Sarah Quigley folgende Geschichte: Es ist das Jahr 1941, und wir befinden uns in Leningrad. Die Stadt wähnt sich relativ sicher, geschützt durch den Hitler-Stalin-Pakt. Doch dann ziehen klammheimlich die deutschen Truppen aus der Stadt ab, zusammen mit den deutschen Einwohnern. Und den Leningradern wird klar, dass die schnauzbärtigen Diktatoren wieder mal alles auf den Kopf gestellt haben. Stalin und Hitler sind jetzt Feinde, und bald wird Leningrad zur Zielscheibe eines deutschen Angriffs. Dmitri Schostakowitsch weigert sich, zusammen mit dem Rest der Intelligentsija die Stadt zu verlassen. Er harrt mit Ehefrau Nina und zwei kleinen Kindern aus. Am Tag hält er nach Bränden Ausschau oder hilft beim Bau der Befestigungsanlagen, nachts schreibt er an einem Stück, das sich bald zu seiner siebten Symphonie auswachsen wird. Musik, die vom Krieg erzählt – Musik, die den Feind zurückschlagen und den Russen Mut machen soll. Karl Eliasberg, genannt Elias, ist der Dirigent des Rundfunkorchesters. Sein Leben lang waren er und seine Musiker zweite Wahl, zugunsten der Leningrader Philharmoniker unter Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski. Aber das philharmonische Orchester wurde bereits samt und sonders evakuiert, und Karl Eliasberg sieht seine Stunde gekommen. Er würde zu gerne die Leningrader Uraufführung der Siebten Symphonie von Schostakowitsch dirigieren.



 




 

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