Dienstag, 31. Dezember 2013

da haben wir den saalat ...


... in der tat. es ist weihnachten. vorbei. und jeder nun? entspannt auf seine eigen leise weis sehr ständig:




so wird die "zeit zwischen den jahren". für Sie? zum rüssel-erlebbiss:





manche glosst balsamst
im wirbelschein des neuen
verlippenkorvetts




 auf hin- und wieder-räumen könnt vorsatzbedingt man kommen:


(und zwar vor-)




 (und hernach.)

e poi Natale è l'occasione per dare una mano a chi non ce l'ha:





und bahnen Sie sich stadtgehend strecken zu schamungebremstesten dekhorrifizierungssyndikaten:




 
doch sorgen? sollt Ihr euch nicht. aus dem voran des 2014 bläst entgegen uns lüftlicher, lüstlicher windgang!





aber candelabra!




Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachts-Grinse


(nichtsnutziges Nikolausi an THUN-Tier auf Schlittenbeet, die ganze Schoisslichkeit um Oiro achtnfuffzich. Pfoto: ein entsetzter)


Wir bedanken Ihnen für das Trauen
wünschen uns Frohnachten &
ein gutes Nussjahr.



Freitag, 6. Dezember 2013

ober flächen. heute morgen


ober fläche 1 (malerei)



(photo: pichler)


ober fläche 2 (licht.rost.alter)


(photo: pichler)







Rechtzeitig vor Weihnacht'n! 'n neues Buch! Zum Selber-Lesen,-Denken, Verschenken


in kärnten wird die literatur nicht gefördert. trotzdem entsteht dort welche. oder deswegen.

1) promotion




2) das cover zum näher-betrachten und ,märrkänn'








Samstag, 19. Oktober 2013

Blödsinnige Klappentexte



(Cover: Rowohlt)


"Wir könnten unsere kleine Freitags-Serie (frz. ausgesprochen) blödsinniger Klappentexte fortsetzen ..." (Manfred Papst beim Franz-Tumler-Literaturpreis 2013, am Freitag, 20. September in Laas).

Und genau das tun wir an dieser Stelle. Hier ein Fundstück aus dem Klappentext zum neu erschienenen Roman von Martin Walser "Die Inszenierung":

"(...) Die Figuren handeln durch Rede und Gegenrede, mit einander und gegen einander redend handeln sie: Sie stehen auf dem Spiel, darum müssen sie sprechen. Obwohl es in der Inszenierung um nichts als Liebe geht, ist, was darin verhandelt wird, etwas Unerhörtes, eine Sensation: Dr. Gerda, die Ehefrau, und Ute-Marie, die Nachtschwester, sind bei aller Lebensverschiedenheit gleich gut, gleich bedeutend, gleich zurechnungsfähig und auch gleich schön. Das gibt dem Uralt-Thema eine überraschende Aktualität. (...)"

Nun ist der Klappentext mit Sicherheit eine anspruchsvolle Textsorte, muss er doch den schmalen Grat zwischen Pragmatik (worum geht's) und schmeichelndem Marketing (sollst'es lesen) ausloten. Aber hier? Hier ist eine derart verstörende Verstrickung von germanistischen, marketingtechnischen, klagenfurtpreisgewinnenwollenden und noch einigen obskur bleibenden Missverständnissen zu diagnostizieren, dass es sich tatsächlich negativ auf den Verkauf des Romans auswirken könnte, über den hier nichts gesagt sei.
Stattdessen nehmen wir eine Aussage aus dem Kiel eines Rezensier-Urgesteins her und ohrfeigen sie einmal um den Block. Sie findet sich übrigens auf der Rückseite des Roman-Schutzumschlags. Statt den Roman zu schützen, steuert sie gefährliche Sprachwässer an:

"Wieder einmal beweist Martin Walser, wie viel (und nicht schmerzlos) er versteht vom Leben, das Mann und Frau aneinander bindet, auch indem es trennt. Fast schneidend buchstabiert Walser hier 'Liebe' - das ganze Buch hindurch, und viele Formulierungen brennen geradezu. Man möchte applaudierend mitschreiben."



Hier noch einmal zum applaudierenden Mitschreiben:

"Wieder einmal beweist Martin Walser (Walser mit seinem Roman unter Beweiszwang? Romane als Beweisführung? Gilt das nicht höchstens für Dostojewski und dort maximal in einem Fall?), wie viel (und nicht schmerzlos) ("wie viel (und nicht schmerzlos) er versteht" - ist das korrektes Deutsch? Wo war die redigierende Person?) er versteht (versteht er? Ist das nicht ein Roman, in dem es um die Figuren geht? Ist es stattdessen ein Traktat von Martin Walser über SEIN Verständnis usw.??) vom Leben, das Mann und Frau aneinander bindet, auch indem es trennt (wenn Sie mal ein Klischee brauchen, kontaktieren Sie Herrn Raddatz). Fast schneidend (???) buchstabiert Walser hier 'Liebe' - das ganze Buch hindurch (klingt wie der avantgardistische Alptraum-Roman eines Verrückten), und viele Formulierungen brennen geradezu (tun sie das? manche mögen's heiß...). Man möchte applaudierend mitschreiben (weil's Lesen zu langweilig ist? Oder weil man nach Lektüre dieses Romans endlich das Gefühl hat zu wissen, wie's funktioniert mit der Liebe und dem trennenden Leben im gemeinsamen? Dann ist der Roman nix wert, tut mir Leid)."



Donnerstag, 3. Oktober 2013

Franz-Tumler-Literaturpreis 2013




(Björn Bicker. Foto: Franz Grassl)
 

Björn Bicker ist der Gewinner des Franz-Tumler-Literaturpreises 2013.  Der 1972 in Koblenz geborene und in München lebende Autor wurde am Freitagabend in Laas für seinen Debütroman „Was wir erben“ (Antje Kunstmann Verlag) mit dem Franz-Tumler -Literaturpreis  ausgezeichnet. Die Gemeinde Laas, der Bildungsausschuss Laas und der Südtiroler Künstlerbund haben den Preis heuer zum vierten Mal ausgerichtet. Die Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert und wurde von der Südtiroler Landesregierung gestiftet, außerdem enthält sie einen Schreibaufenthalt in Laas. Die bisherigen Preisträger waren Emma Braslavsky, Lorenz Langenegger und Joachim Meyerhoff.
„Bicker gelingt es, in seinem Roman viele Erzählstränge auszulegen. Es ist ein Buch wie eine Zwiebel, deren Häutung von einer Generation erzählt, die in den frühen Siebzigern geboren wurde und von deren ererbten Verstrickungen noch wenig erzählt ist. Ein Roman ist es auch wie eine Matrjoschka, jene russischen Holzpuppen, in denen sich in jeder Figur eine weitere offenbart.  Dieses Buch schleppt sein historisches  Material nicht aufwendig heran, sondern bohrt und schürft in den Sedimenten. ‚Der Zufall ist die Abwesenheit unseres Gedächtnisses‘, heißt es bei Björn Bicker. ‚Was wir erben‘ ist kein Zufall, sondern ein zuverlässiges Gedächtnis für deutsche Doppelgeschichten.“, begründete Juror Hauke Hückstädt, der Bicker auch für  die Teilnahme zum Preis nominiert hatte, die Wahl der Jury.



(Barbara Aschenwald. Foto: Franz Grassl)

Vergeben wurde auch ein Publikumspreis, die meisten Stimmen gingen an die Nordtiroler Finalistin Barbara Aschenwald für ihren Roman „Omka“ (Verlag Hoffmann&Campe). Sie darf sich über einen dreiwöchigen Schreibaufenthalt in der Künstlerwohnung auf dem Rimpfhof freuen, den der Verein der Vinschger Bibliotheken ermöglicht.
 
Neben Bicker und Aschenwald hatten sich Michael Fehr aus Bern, Jonas Lüscher aus Zürich und Isabella Straub aus Klagenfurt mit ihren Erstlingswerken der Jury gestellt. Die Jury bestand aus den Literaturexperten Sabine Gruber, Hauke Hückstädt, Manfred Papst, Gerhard Ruiss und Daniela Strigl.

Bei Forum Literatur hören Sie die einzelnen Lesungen an folgenden Daten:

Barbara Aschenwald - Samstag, 5. Oktober, Whg. Dienstag, 8. Oktober
Björn Bicker - Samstag, 12. Oktober, Whg. Dienstag, 15. Oktober
Michael Fehr - Samstag, 19. Oktober, Whg. Dienstag, 22. Oktober
Jonas Lüscher - Samstag, 2. November, Whg. Dienstag, 5. November
Isabella Straub - Samstag, 9. November, Whg. Dienstag, 12. November




 

Montag, 10. Juni 2013

FORUM LITERATUR # 135: "herrenlos brennt die sonne" - eine neue Kaser-Anthologie


Anlass für diese Sendung bietet eine Neuerscheinung: Es gibt wieder eine Anthologie mit Texten von N.C. Kaser, herausgegeben von Petra Nachbaur und Benedikt Sauer. „herrenlos brennt die sonne – Gedichte und Prosa“ ist der Titel, erschienen ist das Buch im Haymon Verlag als handliches Taschenbuch. Mit Herausgeber Benedikt Sauer führen wir ein Gespräch.


Dann hören Sie eine Lesung mit Gedichten von N.C. Kaser – der Autor hat sie selbst im Jahr 1969 für den RAI-Sender Bozen eingelesen.
Vertonungen von Kaser-Texten stehen auf dem Programm.


Und in den Büchern, die wir heute Abend aus der Lese-Schatztruhe ziehen, erfahren neugierige Kinder einiges über das geheimnisvolle Leben der Bäume.

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken.
Khalil Gibran






FORUM LITERATUR # 134: Haseks Erzählungen


Wieder mal ein Treffen mit Jaroslav Hasek, dem Tschechen mit dem hintergründigen Humor. Einer der witzigsten Schriftsteller der Weltliteratur, will uns scheinen.


(Bild: Wikipedia)


Mittwoch, 22. Mai 2013

FORUM LITERATUR # 133: Taschler, Grannec & Kompatscher



Spannend wird es heute mit dem Roman „Die Deutschlehrerin“ der österreichischen Autorin Judith W. Taschler.



Seit Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ boomen die Wissenschaftler in Romanen – möglichst exzentrisch sollen sie sein – diesmal stellen wir Ihnen einen Roman über Kurt Gödel vor, der diese Voraussetzung voll erfüllte.


Das Lesen und seine Möglichkeiten entwickeln sich weiter. Sie hören ein Interview mit Gottfried Kompatscher, Leiter des Tyrolia-Verlags:  Er war der Gastredner auf der Jahresversammlung des Bibliotheksverbands Südtirol.







Mittwoch, 15. Mai 2013

FORUM LITERATUR # 132: Nuruddin Farah, Kinderbanden, Annika Scheffel



Unser erstes Buch entführt Sie diesmal in eine der Gegenden Afrikas, in denen es immer wieder brodelt,  nämlich nach Somalia – „Gekapert“, heißt der Roman und stammt von Nuruddin Farah.



In der Lese-Schatztruhe präsentiert Margot Schwienbacher heute Jugendbücher, deren Helden sich in Banden organisiert haben.

Und dann stellen wir Ihnen eine junge deutsche Autorin vor – sie heißt Annika Scheffel und hat mit „Bevor alles verschwindet“ in diesem Frühjahr ihren zweiten Roman vorgelegt.






Freitag, 3. Mai 2013

FORUM LITERATUR # 131: Schmidt, Martini, Liksom & Schule



Mit den diesmaligen Büchern kommen wir ein bisschen rum – zuerst geht es zurück in die Zeiten der DDR, dann landen wir im heutigen Berlin und dann geht’s noch einmal in die Vergangenheit zurück, nämlich in die Sowjetunion – die Bücher dazu sind: 

Jochen Schmidt – „Schneckenmühle“


Apropos DDR – folgender Aphorismus stammt von einem deutschen Publizisten:

Wenn ich was mag wie’s Bauchweh, dann ist es die immer wieder aufflammende DDR-Nostalgie. Sie ist völlig unangebracht und so nutzlos wie ein Kropf. Es würde doch auch kein vernunftbegabter Mensch auf die Idee kommen, die Berge abzutragen, aber das Echo stehen lassen.


Thomas Martini – „Der Clown ohne Ort“



Rosa Liksom – „Abteil Nr. 6“


In der Lese-Schatztruhe geht es heute um Schule und Schulalltag.







Freitag, 26. April 2013

FORUM LITERATUR # 130: Krieg in "Scherben", Geschichte in "Darina, die Süße"; außerdem: das Leben bei Hofe



Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit irgendwie ohne Sie vergeht? Und dann blicken Sie doch wieder mal bewusst in Ihren Kalender und sehen, dass wir schon auf Ende April zugehen. Ja, das Rad der Welt schwingt wieder und wieder durch dieselben Phasen, hat Rudyard Kipling mal geschrieben, und besonders gut kann man das [unter anderem] anhand von Sendeterminen beim Radio feststellen.
Das sollte jetzt keineswegs eine pessimistische oder melancholische Einleitung sein, auch wenn wir diesmal Bücher haben, in denen es hart zugeht. Das zeigt schon der Titel unseres ersten Buches heute Abend – „Scherben“ von Ismet Prcic. Thema ist der Krieg im ehemaligen Jugoslawien.


 

Dann sprechen wir über einen Roman, der in der viel geschundenen Region der Bukowina angesiedelt ist – „Darina, die Süße“ von Maria Matios.




Und in der Lese-Schatztruhe haben wir heute Bücher über das Leben bei Hofe.

Weil’s diesmal um Krieg geht – ein nepalesisches Sprichwort sagt: „Wer den Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig.“





Mittwoch, 17. April 2013

FORUM LITERATUR # 129: Auslander, Dybek & Süßes



Diesmal begeben wir uns in eine raue Gegend, in den Norden der USA, Bundesstaat Washington – in Nick Dybeks gepriesenem Debüt-Roman „Der Himmel über Greene Harbor“.



In der Lese-Schatztruhe dreht sich heute alles ums Backen.


Und wir stellen den neuen Roman von Shalom Auslander vor – der Titel lautet: „Hoffnung. Eine Tragödie“. Apropos „Hoffnung“ - Gustave Flaubert hat mal gesagt: „Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.“







Montag, 8. April 2013

FORUM LITERATUR # 128: Menasse, Leitgeb, "Do It Yourself" & Gesthuysen




Diesmal stehen folgende Bücher auf dem Programm – „Quasikristalle“ – nein, kein Sachbuch, sondern der neue Roman der österreichischen Autorin Eva Menasse.

 
Südtiroler Literatur – wir präsentieren Anna MariaLeitgebs Roman „Mutter der sieben Schmerzen“



In der Leseschatztruhe heißt es heute „Do ItYourself“!


Und zum Schluss gibt’s noch einen Roman über drei Schwestern, geschrieben von einer Frau, die Sie aus dem Fernsehen kennen, falls Sie ab und zu das ZDF-Morgenmagazin sehen – Anne Gesthuysen (gässthühsn).



Der Komiker Groucho Marx hat gesagt: „Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernsehen an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“ Ist doch keine schlechte Idee, oder?

 (Photo: Wikipedia)