Sonntag, 17. März 2013

FORUM LITERATUR # 126: Popp, de Cataldo, unsichtbare Freunde & Andreas Stichmann



„Menschen, die versuchen, die Wahrheit zu sagen, haben schon phantastischeres Garn gesponnen. Die Wahrheit zu sagen, ist gar nicht leicht, sobald man sich das einmal abgewöhnt hat.“

Das sagt Nick Charles, eine Hauptfigur aus dem Roman von Dashiell Hammett „Der dünne Mann“.
Und so heißt denn auch der erste Roman, dem wir uns diesmal widmen, „Ich müsste lügen“ – wir haben den Autor Wolfgang Popp zu uns ins Studio eingeladen.



Realistische Thriller, die gleichermaßen in den Hinterzimmern der Macht wie auf dem Asphalt der römischen Straßen spielen – dafür ist Giancarlo de Cataldo bekannt, Richter im Hauptberuf – aus dieser Zusatzqualifikation schlägt de Cataldo schon seit Jahren erfolgreich literarisches Kapital. Sein neuer Roman zeigt den Aufstieg eines römischen Jungen zum Chef der berüchtigten Magliana-Bande – Rom, in den politisch düsteren Siebzigern.




Wenn Sie Texte von Andreas Stichmann lesen, werden Sie immer auf Überraschungen stoßen. Z.B. kann er erstaunliche Dinge mit den Ebenen der Sprache anstellen, mit Kalauern, mit Redewendungen, mit den Gemeinplätzen des Alltags. Zum Einstieg empfehlen wir Ihnen seinen Kurzgeschichtenband „Jackie in Silber“. 2012 ist Stichmanns erster Roman erschienen mit dem Titel „Das große Leuchten“. Er erzählt von der Liebe zwischen Rupert und Ana, die auf der Suche nach dem wilden, echten Leben sind. Aber dann verschwindet Ana plötzlich, und Rupert macht sich auf die Suche nach ihr. Die Reise führt ihn zunächst in den Iran, von wo Anas Familie stammt. Rupert wird begleitet von seinem schizophrenen Ziehbruder Robert, der am liebsten Vögel beobachtet und auch das Schachspiel neu erfindet. Es wird eine ausgedehnte und phantastische Reise, auf der die beiden jungen Männer außerordentlichem Personal begegnen, und am Ende kommt sowieso alles anders. 



Und auch Empfehlungen für junge Leserinnen und Leser haben wir zu bieten – in der Lese-Schatztruhe.




  

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